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Kommentar
Kommentar niederländische Tageszeitung "de Volkskrant“ PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 20. Mai 2010 um 13:07 Uhr

Niederländische Tageszeitung "de Volkskrant“: zu den gewalttätigen Unruhen in Thailand

"Es würde zur unbedingt nötigen Deeskalation beitragen, wenn (Regierungschef) Abhisit noch doch Wahlen in Aussicht stellt. Das Argument, dass dies ein Kniefall vor der Straßengewalt wäre, überzeugt nicht. Schließlich ist die heutige Regierung an die Macht gekommen unter dem Druck einer Protestbewegung. 2006 waren es die Massendemonstrationen der Gelbhemden, die das Militär dazu brachten, den gewählten Premier Thaksin zu Fall zu bringen; zwei Jahre später führte ihre Belagerung des Flughafens von Bangkok zum Fall einer Regierung, die liiert war mit Thaksin. Wahlen sind kein Wundermittel gegen alle Übel, unter denen Thailand leidet. Aber sie können ein Ventil für eine hoffentlich friedliche Lösung sein."

 
Schwedische Tageszeitung "Die schwedische Tageszeitung "Dagens Nyheter" zur innenpolitischen Lage in Thailand" PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 20. Mai 2010 um 13:04 Uhr

Die schwedische Tageszeitung "Dagens Nyheter" zur innenpolitischen Lage in Thailand: 

"Die Schüsse auf Demonstranten in Bangkok sind nicht akzeptabel. Menschlich wie wirtschaftlich ist der Streit in Thailand eine Katastrophe für das Land. (...) Der einzige Ausweg besteht nach wie vor in demokratischen Wahlen. Ausschlaggebend dabei ist nicht der Zeitpunkt. Er sollte allerdings bald bekanntgegeben werden. Entscheidend für den Erfolg wird sein, dass beide Seiten den dabei zu ermittelnden Sieger anschließend auch als solchen akzeptieren. Ungeachtet des Wahlergebnisses haben die neuen Machthaber dann die Pflicht, nicht nur den eigenen Anhängern zuzuhören. Sie müssen auch die Wünsche anderer Gruppen berücksichtigen."

 
Kommentar des "Tages-Anzeiger": PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 20. Mai 2010 um 11:05 Uhr

Berlin - Der "Tages-Anzeiger" aus Zürich kommentiert die bürgerkriegsähnliche Lage in Bangkok:

 

"Das thailändische Volk, vom Charakter her eigentlich konfliktscheu, ist inzwischen so tief gespalten wie in den 70er-Jahren, als eine kommunistische Guerilla die Streitkräfte bekämpfte. Die Töne hüben und drüben wurden in letzter Zeit immer schriller, radikaler und brutaler. Die militanten Aufständischen tauschten ihre roten Hemden gegen schwarze Kampfmonturen ein. Und jetzt, da das Militär gegen sie vorgegangen ist, haben sie auch noch Märtyrer. Und einen Grund, Vergeltung zu üben. Eine weitere Eskalation ist angesichts der Unversöhnlichkeit beider Lager abzusehen. Von Terror aus dem Untergrund, von bürgerkriegsähnlichen Zuständen ist Thailand nur noch einen Schritt entfernt"

 
Kommentar der Tageszeitung PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 19. Mai 2010 um 00:00 Uhr

Berlin, 19. Mai (AFP) - Die "tageszeitung" aus Berlin schreibt zu den blutigen Unruhen in Thailand:

Ein durch einen Militärputsch an die Macht gekommenes Regime lässt in die Menge der Regierungsgegner schießen. Es gibt über 60 Verletzte aufseiten der Demonstranten und mindestens 6 Tote, darunter der italienische Fotojournalist Fabio Polenghi. (...) Dass man auch den lächelnden Thailändern nicht einfach eine Demokratie bescheren kann, nur um sie wieder abzuschaffen, wenn sie den Falschen wählen, hätte uns klar sein müssen. So aber konnten die Anhänger Thaksins seit März zwei Monate lang für Neuwahlen demonstrieren, ohne internationale Unterstützung zu bekommen. Als die Armee dann auf sie scharf schoss, kritisierte das die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Aber keine westliche Regierung. Nicht einmal die New York Times erklärte es mit großen Lettern zum Skandal, als ihr thailändischer Interviewpartner unter Gefährdung des eigenen Korrespondenten umgelegt wurde."

 
Kommentar "Junge Welt" PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 19. Mai 2010 um 00:00 Uhr

Berlin, 19. Mai (AFP) - Die "Junge Welt" aus Berlin  zu den blutigen Unruhen in Thailand

Der Versuch der Rothemden, die durch den Militärputsch von 2006 und den Justizputsch von 2008 entstandene Situation demokratisch aufzuheben, ist in Blut erstickt worden. Internationale Solidarität haben die thailändischen Demokratie-Aktivisten nicht erfahren. Die Mainstream-Medien übten sich in bequemer Äquidistanz. Beiden Seiten, den für die Wiederherstellung der Demokratie angetretenen Demonstranten und der Regierung, die ihre Macht aus der Aufhebung einer demokratischen Willensentscheidung bezieht, wurden gleichermaßen mangelnder Wille zur friedlichen Konfliktlösung vorgehalten. Das südostasiatische Königreich ist schließlich kein 'Schurkenstaat', der einen Regimewechsel als dringend geboten erscheinen ließe. Das westliche Interesse an einer thailändischen Demokratiebewegung hält sich somit in Grenzen."

 
Kommentar der Osnabrücker Zeitung PDF Drucken E-Mail
Montag, den 12. April 2010 um 00:00 Uhr

Berlin, (AFP) - Die "Neue Osnabrücker Zeitung" setzt sich mit der angespannten Lage in Thailand auseinander:

"Mal legen die in Gelb gekleideten Anhänger von Kapital und König den Flughafen lahm, dann wieder stürmen die Rothemden der Gegenseite das Parlament. Doch immer leidet das Land, der Blutzoll steigt. Stets lauert das Gespenst eines Bürgerkriegs. Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva steckt in einer Zwickmühle. Gibt er dem Protest (...) nach und veranlasst Neuwahlen, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Gelbhemden wie schon 2008 auf die Straße gehen. Versucht Abhisit jedoch, die Massen mit Militär in Schach zu halten, rückt Gewalt an die Stelle der so dringend notwendigen Versöhnung. Egal, wie der Premier sich entscheidet: Den Chefsessel wäre er wohl los. Das ist insofern bedauerlich, als seine Bemühungen, die Wirtschaft mit einem Konjunkturprogramm anzukurbeln, erste Früchte tragen. Allerdings haftet auch Abhisit der Makel an, allein per Protest und Parteienverbot an die Macht gelangt zu sein."

 
Kommentar Märkische Oderzeitung PDF Drucken E-Mail
Montag, den 12. April 2010 um 00:00 Uhr

Berlin,  (AFP) - Die "Märkische Oderzeitung" aus Frankfurt (Oder) gibt zu den Unruhen in Thailand zu bedenken:

"Dass beide Seiten das öffentliche Leben lahm legen können, haben sie bewiesen. Die gelben Abhisit-Gefolgsleute 2008, als sie den Flughafen von Bangkok besetzten, die roten Thaksin-Befürworter jetzt, als sie das Stadtzentrum besetzten und Verhandlungen ablehnten. Dass die Lage durch einen unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt eskaliert ist, ist eine Katastrophe, weil es die Gegensätze zementiert. Eine Lösung, um Thailands Stabilität zu retten, wäre die Bildung einer Einheitsregierung unter Einbeziehung beider Seiten. Dazu bedürfte es eines Machtwortes aus dem Königspalast. Doch der wirkt durch die Krankheit des greisen Königs Bhumibol Adulyadej wie gelähmt. Thailand sieht politisch düsteren Zeiten entgegen."

 
Kommentar "Frankfurter Allgemeine": PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 08. April 2010 um 21:26 Uhr

Berlin, (AFP) ihx/hcy - Die "Frankfurter Allgemeine" analysiert den politischen Machtkampf in Thailand:

"Der thailändische Premierminister Abhisit ist offensichtlich in Bedrängnis. Jedenfalls kann er sich nicht mehr außer Landes wagen. Lieber blamiert er sein Land ein weiteres Mal, indem er die Mitglieder des Verbandes südostasiatischer Nationen allein konferieren lässt. Dabei gäbe es in der Region viel zu besprechen. [...] Der aus dem Amt geputschte ehemalige Premierminister Thaksin hat es verstanden, ein ganzes Land zur Geisel seiner persönlichen Interessen zu machen. [...] Hätte das Militär nicht gegen Thaksin geputscht, wäre es vielleicht möglich gewesen, die ja nicht aus der Luft gegriffenen Korruptionsvorwürfe gegen ihn ordentlich zu belegen und das Land friedlich zu neuen Ufern zu führen. Thailands Eliten haben umfassend versagt."

 
Kommentar "Neue Osnabrücker Zeitung" PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 07. April 2010 um 20:17 Uhr

Berlin,(AFP) - Zu den Unruhen in Thailand meint die "Neue Osnabrücker Zeitung":

"Fast auf den Tag genau vor einem Jahr hat Thailands Premier Abhisit Vejjajiva schon einmal den Ausnahmezustand verhängt. Weit entfernt vom Tourismus-Idyll historischer Tempel und schneeweißer Strände ist Thailand tatsächlich tief gespalten.

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