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Streikwelle in Kambodscha - Schüsse auf Arbeiterinnen PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 21. Februar 2012 um 12:50 Uhr

Bavet City, Svay Rieng (red) - Bei einer Demo von 3000 bis 6000 Arbeiterinnen der Schuh- und Bekleidungsfabriken Kaoway Sportswear, Kingmaker, Sheico Group und Ankor Supreme (an der Grenze zu Vietnam) sind drei junge Frauen (zwischen 18 und 23 Jahre alt) angeschossen worden.

Eine Frau wurde in die Brust getroffen und lebensgefährlich verletzt. Die Demonstration fand vor der Produktionsfirma Kaoway statt, die für PUMA produziert und in der auch die Schwerverletzte arbeitet. Nach Augenzeugenberichten trug der Schütze Polizeiuniform: Gefasst werden konnte er bisher nicht. Die Polizei selbst gibt zu, Warnschüsse abgegeben zu haben, nachdem Arbeiterinnen Reifen verbrannten und Steine auf die Fabriken warfen. Puma selbst behauptet in einer Stellungnahme, der Protest sei nicht von Kaoway- Beschäftigten ausgegangen, da dort die Forderungen, die im Umfeld erhoben worden sind, schon erfüllt wurden. Dennoch sei die Fabrik angegriffen und zum Teil in Brand gesteckt worden. Andere Berichte deuten aber an, dass die Auseinandersetzungen erst begannen, als das Unternehmen Kaoway nur zwei von drei Forderungen erfüllte. Jetzt wurden alle erfüllt (u.a. Zulagen für Transport und Essen).

In den Städten Kampong Siem und Kampong Cham demonstrierten 2000 Arbeiterinnen der Kleiderfabrik Manhattan Cambodia vor den Fabriktoren, weil die Firma einen Schlichterspruch des Arbitration Councils nicht annehmen will. Es geht vor allem um die Dauereinstellung für befristete Beschäftigungsverhältnisse und  Einführung von Arbeitsschutzvorschriften am Arbeitsplatz.

Nachdem drei Gewerkschafter der Magnate Footwear Co.  In Phnom Penhentlassen wurden,  sind darauf 300 Beschäftigte des Unternehmens in den Streik gegangen. Zudem forderten Sie bessere Arbeitsbedingungen.