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Siem Reap - Mindestens 800 Jahre alt ist die symbolische Wächterfigur, die in Kambodschas Tempelanlage Angkor Wat ausgegraben wurde. Sie gilt als wichtigster Fund seit der Ausgrabung zweier riesiger Buddhas vor sechs Jahren.

In Kambodschas berühmter Tempelanlage Angkor Wat haben Wissenschafter bei Ausgrabungen eine Jahrhunderte alte Statue entdeckt. Nach Behördenangaben vom Dienstag fanden sie die aus dem zwölften oder 13. Jahrhundert stammende und fast zwei Meter hohe Statue am Samstag rund 40 Zentimeter unter der Erde. Sie gilt als wichtigster Fund seit der Ausgrabung zweier riesiger Buddhas vor sechs Jahren.

Laut der für Angkor Wat zuständigen Behörde diente die Sandstein-Statue vermutlich als symbolischer Wächter eines Krankenhauses. Sie wurde bei den Ausgrabungen des Hospitals gefunden. Arme und Beine des Wächters seien abgebrochen, aber die eingemeißelten Verzierungen an Körper und Haupt seien gut erhalten und wunderschön, erklärte ein Sprecher.

Das Weltkulturerbe Angkor enthält Überreste aus den verschiedenen Hauptstädten des Khmer-Imperiums, das vom neunten bis zum 15. Jahrhundert bestand. Mit mehr als zwei Millionen Besuchern jährlich ist die Anlage der wichtigste Touristenmagnet des südostasiatischen Landes.