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Verlagsmitarbeiter aus Hongkong war 2015 in Thailand verschwunden

Stockholm (AFP) - China soll den Dissidenten Gui Minhai freigelassen haben. Der Mitarbeiter eines Peking-kritischen Verlags aus Hongkong, der die schwedische Staatsbürgerschaft hat, sei nach Angaben chinesischer Behörden frei, teilte am Dienstag eine Sprecherin des schwedischen Außenministeriums mit. Nähere Angaben machte sie nicht. Gui war 2015 während eines Urlaubs in Thailand verschwunden - mutmaßlich wurde er vom chinesischen Geheimdienst verschleppt. Der 53-Jdhrige ist Autor mehrerer Bücher über die chinesische Führung.

Flüssiger Drogenrohstoff in Grünteeflaschen aus Thailand geschmuggelt

Sydney (AFP) ruh/yb - In einer Lieferung von Flaschen mit grünem Tee aus Thailand haben die australischen Behörden den größten Fund von Chemikalien zur Herstellung von Methamphetamin in der Geschichte des Landes gemacht. Die in Sydney sichergestellte Lieferung des Drogenrohstoffs flüssiges Ephedrin hätte zu Chrystal Meth im Wert von 3,6 Milliarden australischen Dollar (2,5 Milliarden Euro) verarbeitet werden können, teilte Justizminister Michael Keenan mit.

Aung San Suu Kyi steht wegen Lage der Rohingya international in der Kritik

Von Marion Thibaut und Aidan Jones

Bangkok (AFP) - Hunderttausende Menschen fliehen aus Myanmar, im Bundesstaat Rakhine werden Hduser muslimischer Rohingya abgebrannt und hunderte Menschen getötet - und Aung San Suu Kyi feilt an ihrer bislang wichtigsten Fernsehansprache seit ihrem Amtsantritt, die sie am Dienstag halten will. Dabei steht die De-facto-Regierungschefin von Myanmar und Friedensnobelpreisträgerin vor einem Drahtseilakt.

Rohingya-Konflikt hat Wurzeln in der Kolonialzeit

Von Marion THIBAUT

Bangkok (AFP) sp/ck - Vor Beginn der jüngsten Fluchtwelle lebten etwa eine Million Rohingya in Myanmar. Die Wurzeln des Konflikts zwischen der muslimischen Minderheit und der buddhistischen Mehrheit reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück.

SEIT WANN LEBEN MUSLIME IN DER REGION?

Diese Frage spaltet die Historiker. Einige gehen davon aus, dass die Rohingya bereits vor Jahrhunderten das Gebiet des heutigen Bundesstaates Rakhine besiedelten. Demnach sind die Rohingya die Nachfahren arabischer, türkischer und mongolischer Kaufleute und Soldaten. Diese muslimische Minderheit lebte im damaligen Königreich Arakan in Frieden mit der buddhistischen Mehrheit, einige waren sogar Berater am Königshof.

Fluchtwelle nach Kämpfen zwischen Rebellen der muslimischen Minderheit und Armee

Bangkok (AFP)  yb/cp - Wegen neuer Kämpfe zwischen Myanmars Armee und Rebellen der Rohingya sind mehr als 18.000 Angehörige der muslimischen Minderheit ins Nachbarland Bangladesch geflohen. In den vergangenen sechs Tagen seien 18.500 Rohingya aus dem westlichen Bundesstaat Rakhine über die Grenze gekommen, sagte der zuständige Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Chris Lom, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. In Bangladesch leben bereits etwa 400.000 Rohingya.