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Rohingya-Konflikt hat Wurzeln in der Kolonialzeit

Von Marion THIBAUT

Bangkok (AFP) sp/ck - Vor Beginn der jüngsten Fluchtwelle lebten etwa eine Million Rohingya in Myanmar. Die Wurzeln des Konflikts zwischen der muslimischen Minderheit und der buddhistischen Mehrheit reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück.

SEIT WANN LEBEN MUSLIME IN DER REGION?

Diese Frage spaltet die Historiker. Einige gehen davon aus, dass die Rohingya bereits vor Jahrhunderten das Gebiet des heutigen Bundesstaates Rakhine besiedelten. Demnach sind die Rohingya die Nachfahren arabischer, türkischer und mongolischer Kaufleute und Soldaten. Diese muslimische Minderheit lebte im damaligen Königreich Arakan in Frieden mit der buddhistischen Mehrheit, einige waren sogar Berater am Königshof.

Aung San Suu Kyi steht wegen Lage der Rohingya international in der Kritik

Von Marion Thibaut und Aidan Jones

Bangkok (AFP) - Hunderttausende Menschen fliehen aus Myanmar, im Bundesstaat Rakhine werden Hduser muslimischer Rohingya abgebrannt und hunderte Menschen getötet - und Aung San Suu Kyi feilt an ihrer bislang wichtigsten Fernsehansprache seit ihrem Amtsantritt, die sie am Dienstag halten will. Dabei steht die De-facto-Regierungschefin von Myanmar und Friedensnobelpreisträgerin vor einem Drahtseilakt.

Jakarta (AFP) - Indonesien will elf russische Suchoi-Kampfjets mit Palmöl, Kaffee und Tee bezahlen. Eine entsprechende Absichtserklärung sei vergangene Woche in Moskau unterzeichnet worden, sagte ein Sprecher des indonesischen Handelsministeriums am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

Fluchtwelle nach Kämpfen zwischen Rebellen der muslimischen Minderheit und Armee

Bangkok (AFP)  yb/cp - Wegen neuer Kämpfe zwischen Myanmars Armee und Rebellen der Rohingya sind mehr als 18.000 Angehörige der muslimischen Minderheit ins Nachbarland Bangladesch geflohen. In den vergangenen sechs Tagen seien 18.500 Rohingya aus dem westlichen Bundesstaat Rakhine über die Grenze gekommen, sagte der zuständige Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Chris Lom, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. In Bangladesch leben bereits etwa 400.000 Rohingya.

Seit Monaten geht der philippinische Präsident Duterte brutal gegen mutmaßliche Drogenhändler vor. Allein am Montag kamen dabei 32 Menschen ums Leben.