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Israel: Iran und Hisbollah bereiten weltweit Anschläge vor
Verdächtige vor Explosionen offenbar in thailändischem Badeort
Jerusalem, bt/jes (AFP) - Der Iran und die libanesische Hisbollah bereiten nach Angaben eines ranghohen israelischen Anti-Terror-Spezialisten weltweit Anschläge gegen Israelis vor. Nach den Vorfällen in Georgien, Indien und Thailand in dieser Woche bleibe für Israelis die Sinai-Halbinsel besonders gefährlich, hieß es am Freitag. Die thailändische Polizei fahndet nach einem weiteren Iraner, der Attentate auf israelische Diplomaten geplant haben soll.
Der für den Anti-Terror-Kampf zuständige Beamte, der nicht namentlich genannt werden wollte, rief israelische Touristen auf, den "Süden Thailands" zu meiden. Israelis im Ausland sollten wachsam sein, sich vor verdächtigen Gegenständen in Acht nehmen und den Anordnungen der Sicherheitsdienste in den jeweiligen Ländern Folge leisten.
Zu Gerüchten, wonach in dieser Woche in Singapur ein Attentat auf den israelischen Verteidigungsminister Ehud Barak verübt werden sollte, sagte der Beamte, dazu lägen ihm keine Informationen vor. Allerdings seien führende israelische Politiker auf Reisen "bevorzugte Ziele".
Die Polizei in Thailand sammelt nach eigenen Angaben Informationen zu einem 52-jährigen Iraner, der der Beteiligung an einem Mordkomplott verdächtigt wird. Damit werde nun gegen fünf Iraner ermittelt, sagte der Vizechef der Polizei in Bangkok, Anuchai Lekbumrung.
Zwei Männer waren am Dienstag nach einer Serie von Explosionen in Bangkok festgenommen worden. Ein dritter Verdächtiger wurde anschließend in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur gefasst. Die Gruppe soll Bombenanschläge auf ein Fahrzeug von israelischen Diplomaten vorbereitet haben. Neben dem 52-jährigen Iraner gibt es einen fünften Verdächtigen, zu dem aber zunächst keine näheren Informationen vorlagen.
In der indischen Hauptstadt Neu Delhi war am Montag ein Anschlag auf ein israelisches Botschaftsfahrzeug verübt worden; dabei wurde eine Diplomatin schwer verletzt. Ein ähnlicher Anschlagsversuch in der georgischen Hauptstadt Tiflis scheiterte. Israel hatte für die Fälle umgehend den Iran und die Hisbollah verantwortlich gemacht, was diese entschieden bestreiten.
Zu dem Fall in Thailand hieß es aus Behördenkreisen weiter, drei der Verdächtigen hätten sich kurz vor den Explosionen am Dienstag im Badeort Pattaya aufgehalten, der besonders bei Sextouristen beliebt ist. Die Polizei habe eine Thailänderin identifiziert, die einen der Männer in sein Hotel begleitet habe, sagte ein Beamter der Einwanderungsbehörde der Stadt. Auf ihrem Handy seien Fotos der Männer gefunden worden.
In Malaysia war aus Sicherheitskreisen zu erfahren, dass der am Mittwoch am Flughafen von Kuala Lumpur festgenommene Iraner bereits mehrfach im Land war. Ermittlungen hätten ergeben, dass der Mann vergangenes Jahr wiederholt nach Malaysia reiste. Eigenen Angaben zufolge arbeitet der Mann als Händler für Fahrzeugteile. Er war am Dienstag aus Thailand eingereist und wollte bei seiner Festnahme einen Flug in den Iran nehmen. |