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Explosionen in Bangkok sollten offenbar Israelis treffen PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 15. Februar 2012 um 10:00 Uhr

Zwei Iraner in Thailand angeklagt

Bangkok, tk/ut (AFP) - Die Explosionen in Bangkok waren nach Angaben des thailändischen Geheimdiensts Teil eines Anschlagkomplotts gegen israelische Diplomaten. Drei Iraner hätten ursprünglich geplant gehabt, einen Sprengsatz an ein Diplomatenfahrzeug zu heften, sagte ein ranghoher Geheimdienstmitarbeiter am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. "Dieses Team von drei Iranern ist ein Mörderteam und seine Zielscheibe sind israelische Diplomaten, der Botschafter eingeschlossen", sagte er.

Bei den Explosionen war am Dienstag ein Mann, der einen iranischen Pass bei sich trug, schwer verletzt worden. Ein weiterer Iraner wurde am Flughafen festgenommen. Ein dritter flüchtete nach Angaben der Polizei in Richtung Malaysia.

Nach Angaben des thailändischen Außenministers Surapong Tovichakchaikul wurden die beiden Iraner wegen versuchter Tötung und dem Hervorrufen einer "illegalen Explosion an einem öffentlichen Ort" angeklagt. Der Minister sprach nicht von einem "terroristischen Akt", sagte aber, die Situation sei "ähnlich" der bei dem Angriff auf israelische Diplomaten in Indien.

In Neu-Delhi war am Montag ein Anschlag auf ein israelisches Botschaftsfahrzeug verübt worden, an dem ein Sprengsatz befestigt war. Ein ähnlicher Anschlagsversuch in Georgien scheiterte. Der Iran bestritt jede Verwicklung in die Vorfälle und wies auch eine Verwicklung in die Ereignisse in Thailand zurück. Stattdessen beschuldigte ein Sprecher des Außenministeriums in Teheran am Mittwoch Israel, hinter den Vorfällen zu stecken. Er sicherte Thailand Zusammenarbeit zu, um den Fall aufzuklären.

Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak hatte dem Iran am Dienstagabend "Terrorismus" vorgeworfen. Auch der israelische Botschafter in Thailand, Izhak Schoham, bestätigte den Verdacht gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. "Selbstverständlich glauben wir, dass der Iran dahinter steckt", sagte er. Dabei verwies Schoham ebenfalls auf Ähnlichkeiten mit den Vorfällen in Indien und Georgien.