| Khao Yai Nationalpark |
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| Geschrieben von: Werner Reichert |
| Dienstag, den 29. Juli 2008 um 08:50 Uhr |
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Der Khao Yai Nationalpark war der erste Nationalpark Thailands und wurde am 8. September 1962 eröffnet. Seit dem 14. Juli 2005 steht der „Waldkomplex der Dong Phaya Yen Bergkette mit dem Khao Yai Nationalpark“ auf der Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit der UNESCO. Der Park liegt mit seiner größten Fläche in der Provinz Nakhon Ratchasima (Khorat), Teile liegen aber auch in den benachbarten Provinzen Saraburi, Prachinburi und Nakhon Nayok. Er ist mit 1.355.396 Rai (etwa 2.172 km²) Ausdehnung der drittgrößte Park des Landes. Der Park zeigt verschiedene Landschaftstypen, wie immergrüne Trocken-, Regen- und Nebelwälder sowie Graslandschaften mit über 2.000 verschiedenen Spezies der Pflanzenwelt. Die höchsten Erhebungen sind der Khao Rom mit 1.351 m, Khao Lam mit 1.326 m und der Khao Keaw mit 1.292 m, während der größte Teil des Parks von einem Sandstein-Plateau mit Höhen zwischen 600 m und 1.000 m gebildet wird. Daneben ist hier das Quellgebiet von fünf Flüssen: dem Prachinburi, dem Nakhon Nayok im Süden, dem Lam Takhong, dem Praploeng im Norden und dem Muak Lek. Über 50 ausgeschilderten Pfaden lässt sich der Park gut erkunden. Von den zahlreichen Wasserfällen im Khao Yai sind zu nennen:
Das Klima ist tropisch-monsunal mit drei Jahreszeiten: die Regenzeit währt zwischen Mai und Oktober und speist die Wasserfälle zu erstaunlicher Größe, die kühle Jahreszeit dauert von November bis Februar (etwa 22 °C Tages- und 10 °C Nachttemperatur) sowie die heiße Jahreszeit von März bis April mit Temperaturen bis zu 35 °C. Infolge der etwas höheren Lage ändern sich die Temperaturen über das Jahr gesehen etwas stärker als im übrigen Thailand. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 23 °C. Die mittlere jährliche Regenmenge beträgt etwa 3.000 mm. Geschichte des Parks Maßgeblich beteiligt an der Einrichtung dieses ersten Nationalparks war Prof. Dr. Boonsong Lekakun (* 15. Dezember 1907 in Songkhla, Süd-Thailand, † 9. Februar 1992 in Bangkok), einer der Gründer des Wildlife Fund Thailand und seinerzeit bekanntester Naturschützer des Landes. Als nach dem 2. Weltkrieg Jäger mit modernen Waffen die Population von Tigern und Krokodilen in Thailand nahezu ausrotteten, als immer mehr Teakbäume in den Dschungelgebieten Thailands ohne Aufforstung abgeholzt wurden, wurde Dr. Boonsong aktiv. Er brauchte fast zehn Jahre, um seine Idee eines Naturschutzgebiets bei der Regierung durchzusetzen, indem er Hunderte von Briefen schrieb, Artikel in Magazinen verfasste, wissenschaftliche Zeitschriften übersetzte und sogar einen regelmäßigen Sendeplatz im Radioprogramm innehatte. Erst Premierminister Sarit Thanarat schenkte ihm Gehör, nachdem er mit Dr. Boonsong im Helikopter über das Dong Phaya Yen Gebirge geflogen war und die zerstörten Waldgebiete gesehen hatte. So wurde im Jahre 1962 der National Park Act, das Nationalpark-Gesetz erlassen. Seitdem gibt es insgesamt 138 entsprechend geschützte Gebiete (2003). |
| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 04. August 2008 um 17:19 Uhr |




