18 | 05 | 2012
Hauptmenue
Land Kultur Leute
Link Pertner
Banner
Chroniken Asien
Banner
Mitglieder



Werbung
Wechselkurs

Powered by Mindphp.com
AllVideos Reloaded
FlexBanner
Khao Luang Nationalpark PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Werner Reichert   
Dienstag, den 29. Juli 2008 um 10:55 Uhr

Khao Luang Nationalpark (1835 m) - Hoechste Erhebung in ThailandDer Nationalpark liegt ca. 30 Kilometer der Provinzhauptstadt Nakhon Si Thammarat im Süden Thailands. Am 18. Dezember 1974 wurde die Gebirgsregion um Orte  Nakhon Si Thammarat, Tha Sala, Phromkhiri Chawang und Phipoon vom Royal Forestry Department zum 9. Nationalpark Thailands erklärt. Die höchste Erhebung, des 571 km2 großen Parks, ist mit 1.835 Meter ü.d.M. der Khao Luang und somit auch der höchste Berg Thailands. In den 70er bis Mitte der 80er Jahren war der Besuch des Nationalparks für Touristen zu gefährlich, da sich in diesem Gebiet, vor allem  in den unzugänglichen Tropenwäldern, kommunistische Rebellen aufhielten.

Vielfaeltige Vegetation im Khao Luang Nationalpark auf drei Klimazonen verteiltDas Gebirgsmassiv des Khao Luang bietet eine besonders eindrucksvolle und abwechslungsreiche Landschaft, die sich am Hauptkamm in vier Klimazonen aufteilt. Auch die Dichte der Vegetation ist in diesen Zonen verschieden.  Der Tiefland-Regenwald erhebt sich von 10 bis 300 Meter ü.d.M. und weist eine für Tropenwälder typische Vegetation auf. Mit einer Höhe von 30 - 50 Meter findet man hohe Bäume vor, die hier Yang (Dipterocarpos spp.) genannt werden. Neben eine Vielzahl von Kreutern ist der Boden mit den fuer Tropenwäldern typischen Pflanzen wie Farne, Galanga, Ginger, Taro, Pandanus und Rattan bedeckt. Nach einen Aufstieg auf eine Höhe von  über 300 Metern ändert sich die Fauna in einen Hügelwald der bis auf eine Höhe von 1000 metern reicht. Es stellt ebenfalls den ersten Typ dar aber mit mehr Podocarpus, großen Fishtail-Palmen und Baumfarnen die man vorzugsweise im Tal findet. Seltene Dschungelorchideen kommen hier ebenfalls vor.  

Ab einer Höhe von mehr als 1.000 bis 1500 Metern findet man einen etwas  niedrigen Bewuchs von Bergawäldern vor. Die Pflanzen die dort vorkommen unterscheiden sich von den ersten zwei Typen. Dieses Vegetationsareal ist ständig mit Nebel und Wolken bedeckt die für eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgen. Einige vorkommende Bäume sind Eugenia, Schima Baum sowie Eiche mit primitiven Pflanzen wie feste Farne und Moos, das auf Baumrinden wie auf Felsen wächst. Neben dem bereits erwähnten Pflanzen wachsen auch verschiedene Begonia in der Gegend.

Der Bergwald erstreckt sich auf die hohen Regionen von mehr als 1.500 Metern die das ganze Jahr über von Nebel und Wolken bedeckt werden. Hier wird der Wald auch „Nebelwald“ genannt. Charakteristisch sind seine starken Winde und kalten Temperaturen. Die Höhe der Luftfeuchtigkeit erreicht fast 100 Prozent. Viele Timber Bäume haben eine Höhe von nur 3 - 5 Metern, wie z.B. Rhododendron und eine Art der Eiche. An den Bäumen findet man Moose, Farne und Flechten die sehr dicht sind. Die am meisten vorkommenden Pflanzen sind Dipteris und Cheiropleuria Farne auf den Bergspitzen. Diese außergewöhnliche Farne findet man nirgendwo anders in Thailand. 

Orchideen

Der Wald besitzt eine unglaubliche Vielfalt an Vegetation die mit nichts zu vergleichen ist. Er beheimatet verschiedenste Flora und Fauna, darunter mehr als 300 Arten von Orchideen. Einige sind sehr selten und sind nur hier zu finden. Besucher die den Nationalpark betreten werden gleich von einer Vielzahl von Orchideen am Wegesrand begrüßt. Sie wachsen am Boden oder zwischen Felsen. 

Waldtiere

Der Park ist tatsächlich einer der wenigen Parks in Asien, wo man eine große Anzahl verschiedener Wildtiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten kann. Das reichhaltige natürliche Vorkommen des Parkwaldes zieht verschiedene Arten von Tieren an, wie z.B. den malaysischen Tapir (Topirus indicusd), den Macaque und Serow (Capricornis sumatraensis), eine Art Ziegen-Antilope. Sie sind scheu, haben einen kurzen Körper, aber lange Beine. Die Tiere, die gewöhnlicherweise selten zu sehen sind, bewohnen die Täler der Zentralregion des Parks. Tiere die leicht zu sehen sind, sind vor allem Hirsche und eine große Anzahl von seltenen Vogelarten wie der Green-tailed Sunbird / Necktarvogel (Acthopyga nipalensis australis) sowie Reptilien.  Die thailändischen Amphibien und Reptilien wurden bis heute noch nicht ausreichend wissenschaftlich erforscht. Es wird vermutet, dass Thailand 298 Reptilien- und 107 Amphibienarten beheimatet. Lizards können häufig beobachtet werden. Die Schlangen sind jedoch meist tagsüber am ruhen und dann in der Nacht aktiv. Im Wald sollte man jedoch vorsichtig sein und aufpassen, wo man seinen Fuß oder Hand setzt. Des weiteren kann man im Park Tausende verschiedene Arten von Dschungelinsekten im Busch und an den Wasserläufen antreffen. Manche sind einfach zu entdecken, andere bemerkt man erst, wenn man von diesen gepeinigt wird. 

Didymocarpus platypus a rare exotic of Gesneriad familyKlima

Das Hauptklima in der Region wird durch häufige Regenschauern bestimmt. Ab Mai regnet es häufiger und wird stärker zwischen Oktober bis Dezember. Ab Januar nimmt dann der Regen wieder ab. Die Menge des Regens zwischen Februar und April bleibt ziemlich gleich verglichen mit dem Rest des Jahres. Die durchschnittlichen Temperaturen in den Taelern liegen bei 28 Grad während es auf den Bergspitzen nur 3-5 Grad sind. 

Wasserfälle und Attraktionen

Der gesamte Park ist mit vielen Wasserfällen durchzogen. Die schönsten sind Karom (interessante kleine Wanderstrecke um den Wasserfall), Krung Ching (4 km langer Wanderweg durch den Dschungel und 4 km wieder zurück, recht anspruchsvoll). Phrom Lok (tolle Naturpools zum Baden, sehr gut für Picknich geeignet).  Auf dem Fluss Klong Klai ist es auch möglich an organisierten Raftingtouren teilzunehmen, die vor Ort gebucht werden können.Im Dorf Khiriwong kann man auch geführte Touren zum Gipfel des Khao Luang (1.835 m hoch) buchen. Für den Auf- und Abstieg muss man zwei Tage einplanen. Übernachtet wird in Gipfelnähe in Zelten.

Kartenskitzen über den Khao Luang Nationalpark

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 29. Juli 2008 um 13:20 Uhr