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Frühere Ministerpräsidentin erscheint nicht zu Urteilsverkündung

Bangkok (AFP) gt - Die thailändischen Behörden haben Haftbefehl gegen die frühere Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra. Es bestehe Fluchtgefahr, erklärte das Oberste Gericht am Freitag, nachdem Yingluck nicht zur geplanten Urteilsverkündung in einem Prozess gegen sie erschienen war.

 

In dem Prozess geht es um ein System von Yinglucks Regierung zur Subventionierung des Reisanbaus, bei dem armen Landwirten der doppelte Marktpreis für Reis gezahlt wurde. Militär und Staatsanwaltschaft wollen, dass die Politikerin für das defizitäre System persönlich haftbar gemacht wird.

Yinglucks Anwalt habe erklärt, dass seine Mandantin krank sei, sagte der Vorsitzende Richter Cheep Chulamon am Freitag. Das Gericht zweifle dies an.

Der Richter setzte den kommenden Sonntag als neuen Termin für die Urteilsverkündung an.

Yinglucks Regierung war 2004 durch einen Militärputsch gestürzt worden.

Sollte sie schuldig gesprochen werden, drohen ihr bis zu zehn Jahre Gefängnis und ein lebenslanges Verbot der politischen Betätigung.