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Bangkok sichert Kooperation zu

Nairobi (AFP) csg/cp - US-Außenminister Rex Tillerson hat bei einem Kurzbesuch in Bangkok Thailands Militärregierung aufgefordert, die Wirtschaftsbeziehungen zu Nordkorea einzuschränken. Der frühere Armeechef Prayut Chan-O-Cha, der an der Spitze der Militärjunta des Landes steht, empfing Tillerson am Dienstag strahlend - es war der erste Besuch eines US-Regierungsangehörigen seit dem Militärputsch in Thailand 2014. Die USA suchen derzeit Verbündete, um Nordkorea zum Stopp seines Atomprogramms zu bewegen.

 

Nach ihrem Treffen kündigte ein Sprecher der thailändischen Regierung an, mit den USA "kooperieren" zu wollen. Doch Analysten gehen nicht davon aus, dass das südostasiatische Land seine Beziehungen zu Nordkorea maßgeblich zurückfährt: Nach Angaben des thailändischen Außenministeriums flossen 2014 Waren im Wert von umgerechnet etwa 107 Millionen Euro zwischen Thailand und Nordkorea - drei Mal so viel wie 2009. In Thailand befindet sich auch eine Botschaft des ansonsten weitgehend isolierten Nordkorea.

Thailand stellte sich nach dem Treffen mit Tillerson hinter die am Samstag verschärften UN-Sanktionen gegen Nordkorea. Mit den Handelsbeschränkungen sollen der Regierung in Pjvngjang rund eine Milliarde Dollar (rund 843 Millionen Euro) an Einnahmen aus Exporten entgehen.

Nordkorea hat seit 2006 fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Trotz bereits bestehender umfassender Sanktionen treibt das Land seit Jahren sein Raketen- und Atomwaffenprogramm voran. Von Nordkorea getestete Interkontinentalraketen könnten nach Ansicht von Experten auch Ziele in den USA erreichen.