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UNHCR verlangt Zugang zu abgeschobenen Hmong in Laos PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 30. Dezember 2009 um 09:25 Uhr

Genf,  yb/ao (AFP) - Das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) hat Zugang zu den tausenden Angehörigen der Volksgruppe der Hmong gefordert, die Thailand am Montag in ihr Herkunftsland Laos abgeschoben hatte.

Unter den fast 4500 nach Laos gebrachten Hmong seien auch Menschen, denen das UNHCR offiziell einen Anspruch auf internationalen Schutz zugesprochen habe, erklärte das Flüchtlingshilfswerk am Dienstag in Genf. Zugleich forderte es die thailändische Regierung auf, genauere Angaben zu den Garantien zu machen, die das kommunistische Laos für die abgeschobenen Hmong abgegeben habe. Bangkok müsse außerdem darlegen, welche Maßnahmen es ergriffen habe, um die tatsächliche Einhaltung dieser Verpflichtungen sicherzustellen.

Das UNHCR hat in Laos keine offizielle Vertretung. Thailand hatte die Abschiebung von mehr als 4000 Hmong nach Laos damit begründet, dass es sich um sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge handele. Nach Einschätzung von Menschenrechtsorganisationen droht den Abgeschobenen im kommunistischen Laos jedoch Verfolgung, weil einige Hmong während des Vietnam-Kriegs an der Seite der US-Armee kämpften. Auch die EU und die USA verurteilten die Massenabschiebungen.